Ksch Robert Meyer

Im September 2007 übernahm Ksch Robert Meyer die Direktion der Volksoper Wien.

Geboren wurde Robert Meyer 1953 in Bad Reichenhall/Bayern. Nach dem Abschluss seiner Lehre als Baustoffkaufmann studierte er ab 1971 an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mozarteum in Salzburg. 1974 schloss er sein Studium mit Auszeichnung ab, war bereits seit 1973 Gast am Landestheater Salzburg. Von 1974 bis 2007 war Robert Meyer Mitglied des Wiener Burgtheaters, wo er über 90 Rollen spielte und auch Ensemblesprecher war. Sein Burgtheaterdebüt gab Robert Meyer als Schweizerkas in Bertold Brechts „Mutter Courage“. Große Erfolge feierte er auch im Musiktheater u. a. an der Volksoper Wien als Sigismund Sülzheimer in „Im weißen Rössl“ (1993), als Sancho Pansa in „Der Mann von La Mancha“ (1996) und als Alfred P. Doolittle in „My Fair Lady“ (2003) sowie an der Wiener Staatsoper als Gefängniswärter Frosch in Johann Strauß „Die Fledermaus“.

Seit 1993 führt Robert Meyer Regie u. a. beim Sommertheater Reichenau, im Schauspielhaus Graz, bei den Operettenfestspielen Bad Ischl, im Akademietheater Wien sowie im Burgtheater Wien („Zettelträger Papp oder Meine Frau hat eine Grille“, „Tannhäuser in 80 Minuten“).

Im September 2007 übernahm Burgschauspieler Robert Meyer die Direktion der Volksoper. In den ersten Jahren seiner Direktionszeit gelang es mit einem vielfältigen Programm Publikumsschichten zurückzugewinnen, die Auslastung zu erhöhen, die Einnahmen zu steigern und neue Abonnenten zu gewinnen. Charakteristisch für Meyers Direktion ist, das Ensemble des Hauses zu stärken und Regisseure zu engagieren, die er als „erstklassige Handwerker“ schätzt. Ein besonderes Augenmerk legt Meyer zudem auf die Programmierung von klassischen Musicals, dem jede Saison wenigstens eine Premiere gewidmet wird.

In zahlreichen Vorstellungen stand Publikumsliebling Robert Meyer selbst auf der Bühne der Volksoper, u. a. als Hans Styx in „Orpheus in der Unterwelt“, als Njegus in „Die lustige Witwe“, als Gefängniswärter Frosch in „Die Fledermaus“, in „Tannhäuser in 80 Minuten“, als Doolittle in „My Fair Lady“, als Schikaneder/Cilly Weber in „Die Weberischen“, als Nathan in „Guys and Dolls“, als Horace Vandergelder in „Hello, Dolly!“, als Njegus in der Neuproduktion von „Die lustige Witwe“ (Regie: M. A. Marelli), als Erzähler in den konzertanten Aufführungen von „Candide“ und „Wagners RING an einem Abend (Textfassung: Loriot), als Pseudolus in „Die spinnen, die Römer!“, als Metternich in „Der Kongress tanzt", als J. B. Biggley in „Wie man Karriere macht, ohne sich anzustrengen“ und als Pelikan in „Die Zirkusprinzessin“.

In der Spielzeit 08/09 führte Robert Meyer erstmals an der Volksoper Regie (Oscar Straus’ „Die lustigen Nibelungen“). In der Saison 09/10 inszenierte er die Uraufführung der Pop-Oper „Antonia und der Reißteufel“ von Christian Kolonovits sowie Johann Nestroys/Jacques Offenbachs satirische Operette „Häuptling Abendwind“. In der Spielzeit 2010/11 lag die Regie von Giacomo Puccinis „Der Mantel“/„Gianni Schicchi“ in seinen Händen. Danach inszenierte er die musikalische Komödie „Der Kongress tanzt". 2017 folgte die Uraufführung der BaRock-Oper „Vivaldi - Die fünfte Jahreszeit“ von Christian Kolonovits in seiner Regie.

In der aktuellen Saison ist er als Leopold Maria Fürst von und zu Lippert-Weylersheim in der Neuproduktion von „Die Csárdásfürstin“ zu erleben und wieder als Frosch in „Die Fledermaus“. Er ist Richter Turpin in „Sweeney Todd“ und verkörpert die Titelrolle in „Der Zauberer von Oz". Er übernimmt wieder die Titelrolle der „Der Mann von La Mancha“, wird in „Carousel“ als Sternwart/Dr. Seldon zu erleben sein, außerdem als Papa in „Gypsy“, Doolittle in „My Fair Lady“ und als Hans Styx in der Wiederaufnahme von „Orpheus in der Unterwelt“. Bei der Neuproduktion von „Meine Schwester und ich“ führt Robert Meyer Regie und wird in einer zweiten Aufführungsserie auch die Rolle des Filosel übernehmen. Darüber hinaus ist er auch wieder mit seinem Solo-Abend „Zwangsvorstellung“ zu erleben.

Robert Meyer ist Träger des Nestroy-Rings (1993) und der Kainz-Medaille (1999). 1997 wurde er zum Kammerschauspieler ernannt.


* Verwendung der Fotografie (© Johannes Ifkovits) nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien

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