Der Opernball
Operette von Richard Heuberger
Libretto von Victor Léon und Heinrich von Waldberg
Neufassung von Moritz Franz Beichl und Andreas Kouba
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Georges und Marguérite wollen wieder einmal etwas Spannung in ihre Ehe bringen, darum laden sie das frisch verlobte Pärchen Paul und Angèle in ihre Pariser Wohnung ein. Marguérite gelingt es, Angèle zu einem Treuetest mit Partnertausch zu überreden: Ihren beiden Männern schreiben die Damen zwei gleichlautende Einladungen zum Rendezvous mit einem geheimnisvollen „rosa Domino“ auf dem Opernball. Die Einladungen werden von der diskreten Hausmagd Hortense zugestellt, die gerissen einen dritten, identischen Brief an Angèles Schwester Henriette schreibt. Wenn nur Tante Palmira nichts von den Streichen ihrer Nichten erfährt! Aber Moment mal – wo ist eigentlich Onkel Theophil …?
Als Richard Heuberger 1898 seine erste Operette Der Opernball uraufführt, ist er bereits 47 Jahre alt, will die Gattung aber unbedingt erneuern: graziös statt ordinär, mehr Musikdrama und weniger Schlager soll sie sein. In die duftige Musik seiner Konversationsoperette baut der alte Wagnerianer selbstverständlich Leitmotive ein: So zieht sich der verhängnisvolle „rosa Domino“ als indiskreter roter Faden durch die ganze Partitur. In der verflixten siebten Inszenierung von Heubergers Klassiker an der Volksoper Wien belässt Regisseur Moritz Franz Beichl den Opernball im Paris der Belle Époque und macht sich auf die Suche nach dem Riss in der Tapete des perfekten bürgerlichen Ehelebens.
Leading Team
Besetzung am 05. Dezember 2026
Jean, ein Kellner
Skye MacDonald