Martin Winkler

Der gebürtige Bregenzer studierte Gesang an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien bei KS Walter Berry.

Martin Winkler gab im Juni 2003 an der Komischen Oper Berlin einen fulminanten Einstand in der Titelpartie von György Ligetis Le Grand Macabre, die er kurz darauf auch in der Inszenierung von Barrie Kosky an der Oper Graz verkörperte. Gastengagements führten den Sänger an die Opera de Lyon, wo er in Eight Songs for a Mad King von Sir Peter Maxwell Davis zu sehen war. Weiters sang er an der Staatsoper in Prag den Peter in Hänsel und Gretel und wurde nach Japan eingeladen um Kaspar in Der Freischütz zu singen.

Zu seinem umfangreichen Repertoire gehören neben Opern- auch Operetten- und Buffopartien wie Don Magnifico (La Cenerentola), Dr. Bartolo (Der Barbier von Sevilla) und die Titelpartie in dem Musical Sweeney Todd, in denen er sein sängerdarstellerisches Können unter Beweis stellt.

Festengagements führten ihn zu Beginn seiner Karriere nach Schleswig- Holstein an das Staatstheater Schwerin und die Komische Oper Berlin. Er gastierte bei den Bregenzer Festspielen in David Pountneys Inszenierung von Carl Nielsens Maskarade. In dieser Produktion gab Martin Winkler auch sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden.
Es folgten weiter Engagements bei den Bregenzer Festspielen in der Tosca-Produktion von Philipp Himmelmann, unter dessen Regie er auch sein gefeiertes Debüt als Wozzeck am Opernhaus Graz gab. Weitere Stationen des vielseitigen Sängers waren in den nächsten Jahren die Opernhäuser in Freiburg, Leipzig, Düsseldorf, Barcelona, Rom, Rouen, Tallinn sowie La Monnaie in Brüssel und das Festival Martina Franca in Italien.
In der Saison 2011/12 war er u. a in der Titelrolle der Uraufführung von Lera Auerbachs Oper Gogol am Theater an der Wien, als Simone in Alexander Zemlinskys Eine florentinische Tragödie an der Opera de Lyon, als Sartorius in der Uraufführung von Detlev Glanerts Oper Solaris unter Markus Stenz bei den Bregenzer Festspielen. Danach folgten Kaspar (Der Freischütz) am Theater Klagenfurt, Alberich (Götterdämmerung) mit den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott und Klingsor (Parsifal) an der Staatsoper Stuttgart unter Sylvain Cambreling.
Im Sommer 2013 verkörperte Martin Winkler den Alberich in Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko in der Inszenierung von Frank Castorf.
In der Spielzeit 2013/14 gab der Sänger sein Debüt in der Titelpartie der Neuproduktion Der fliegende Holländer am Nationaltheater Brno und als Tierbändiger/Athlet (Lulu) an der Bayerischen Staatsoper München. Außerdem war er als Orest (Elektra) am Teatre Wielki Warschau, Kaspar (Der Freischütz) an der Opera de Limoges und Graf Waldner (Arabella) an der Metropolitan Opera New York zu sehen. 2016 feierte er als Platon Kuzmitch Kovalov in The Nose große Erfolge.

Das Volksopernpublikum kennt Martin Winkler u. a. als Kothner (Die Meistersinger von Nürnberg), Frank (Die Fledermaus), Hagen (Die lustigen Nibelungen), Dr. Bartolo (Der Barbier von Sevilla), Mesner (Tosca), Alcindor (La Bohème), Herr Reich (Die lustigen Weiber von Windsor), Matteo (Fra Diavolo), Alfred P. Doolittle (My Fair Lady), Urstrumpf/Zeitenfresser (Antonia und der Reißteufel), Antonio (Die Hochzeit des Figaro), Benito Repollo (Das Wundertheater), Kromow (Die lustige Witwe), Don Pizarro (Fidelio), Besenbinder Peter (Hänsel und Gretel) sowie als Graf von Monterone (Rigoletto), Kecal (Die verkaufte Braut), Agata (Viva la Mamma), Fürst Galitzki (Fürst Igor), Ollendorf (Der Bettelstudent) und Alberich (Wagners RING an einem Abend).
In der vergangenen Saison konnte man Martin Winkler darüber hinaus als Gianni Schicchi in der gleichnamigen Oper erleben. Er war außerdem Jupiter in der Wiederaufnahme von Jacques Offenbachs Orpheus in der Unterwelt; diese Rolle verkörperte er im Sommer 2019 auch bei den Salzburger Festspielen.

In der laufenden Spielzeit steht Martin Winkler in der Österrreichischen Erstaufführung von Marius Felix Langes Oper Das Gespenst von Canterville als Immobilien-Unternehmer Georg König auf der Bühne der Volksoper. In Peter Konwitschnys Inszenierung von Boris Godunow ist er als Bettelmönch Warlaam zu sehen.

www.martinwinkler.net

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien

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