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Stefan Cerny

Was war dein musikalisches „Erweckungserlebnis“?

Das war ziemlich sicher mein erster Besuch im Theater an der Wien, Mitte der 80er Jahre, als das Haus noch mit Musical bespielt wurde. Damals stand Cats auf dem Spielplan und ich erinnere mich nur zu gut an den Geruch von Bühnen-Nebel, den Moment, wo langsam das Saallicht ausgeht und die Musik einsetzt… da saß ich als 6-Jähriger, Erzählungen zufolge, die nächsten Stunden nur noch mit offenem Mund und habe schlussendlich verkündet: Das will ich auch machen…!

Was sollte/könnte die Rolle des Musiktheaters in der Gesellschaft sein?

Im besten Fall kann (Musik)-Theater für die Menschen einen wunderbaren Zustand totaler Konzentration hervorrufen, der die eigene Situation, Sorgen und Alltag vergessen lässt. Oder aber auch Raum zum Nachdenken, (Neu)-Interpretieren lässt und vor allem emotional berührt. Klingt parodox, macht es aber genau darum so abwechslungsreich, spannend und führt die Menschen immer wieder aus Neugier und Erwartungshaltung, was sie erleben werden, ins Theater und in die Oper.

Welchen Moment oder welche Phase im gesamten Produktionsprozess (vom Erlernen einer Rolle bis zur Aufführung) magst du am meisten?

Besonders schön sind die ersten Momente, in denen man sich zu Beginn alleine mit einer neuen Partie auseinandersetzt und ein erster Eindruck über das Potential und die Vielschichtigkeit einer Rolle entsteht.
Weiters dann natürlich das Konzeptionsgespräch zu Probenbeginn und der Tag der Orchester-Hauptprobe, wo alle Komponenten einer Produktion erstmals zusammen finden.

*** 

Geboren in

Wien

Ausbildung

Studium am Konservatorium Wien im Bereich Oper, Lied und Oratorium sowie Musical, Operette und Chanson

Wichtige Engagements

Engagements u. a. am Londoner Royal Opera House Covent Garden, an der Wiener Staatsoper, am Theater an der Wien, an der Oper Köln, an der Komischen Oper Berlin, an der Opéra National de Lyon, sowie an den Staatstheatern in Nürnberg und München, weiters bei den Bregenzer Festspielen, am Festspielhaus Baden-Baden, am Wiener Konzerthaus, an der Neuen Oper Wien, am Schauspielhaus Wien, an der Dresdner Philharmonie, am MC2 Grenoble, bei den Opernfestspielen St. Margarethen und Jennersdorf, beim Lech Classic Festival 2020, am Kameropera-Festival Zwolle, beim Festival Retz, an den Landestheatern Linz, Salzburg und Klagenfurt sowie am Wiener Raimundtheater.

Wichtige Arbeiten an der Volksoper Wien

Ochs auf Lerchenau in Der Rosenkavalier
Sarastro in Die Zauberflöte
Rocco in Fidelio
Leporello in Don Giovanni 

In dieser Saison an der Volksoper zu sehen als

König René in Jolanthe und der Nussknacker
Osmin in Die Entführung aus dem Serail
Bartolo in Le nozze di Figaro
Daland in Der fliegende Holländer
Sarastro in Die Zauberflöte

Prägende Zusammenarbeit mit diesen Künstler:innen

Regisseur:innen
Christof Loy, Peter Konwitschny, Tobias Kratzer, Robert Carsen, Barrie Kosky, Josef E. Köpplinger, Harry Kupfer, Christine Mielitz

Dirigenten
Philippe Jordan, Antonio Pappano, Ádám Fischer, Cornelius Meister, Thomas Hengelbrock

Bedeutende Preise & Ehrungen

Österreichischer Musiktheaterpreis 2019 für die Darstellung des Doktors in Wozzeck am Theater an der Wien 
Preisträger des „Wiener Fidelio Wettbewerbs“.


* Verwendung der Fotografie (© Andrea Peller) nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien