Albert Pesendorfer
Was war dein musikalisches „Erweckungserlebnis“?
Ich bin am Land in Oberösterreich aufgewachsen. Eines Tages kam mein Vater mit einer Querflöte nach Hause, die für mich bestimmt war, weil bei der Blasmusikkapelle eine benötigt wurde. Tatsächlich war meine Erweckung blasmusikalisch und ich habe später Flöte studiert.
Sängerisch eindeutig das Liedwerk Franz Schuberts.
Welche drei Rollen/Partien schätzt du besonders?
Das waren für mich die Debuts von Baron Ochs, Hans Sachs und Gurnemanz, weil sie in sehr knappen Abständen 2004/05 erfolgten. Später kam 2009 noch der Hagen (Götterdämmerung) dazu. Diese Rollen prägten die letzten gut 20 Jahre meiner Karriere.
Singen: Spitzensport oder heilige Berufung?
Man muss es schon sehr wollen und sich hingezogen fühlen. Und ja, es ist eine sehr körperliche Verausgabung, die man nach einer langen Vorstellung spürt.
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Geboren in
Vöcklabruck/Oö
Ausbildung
Flöte: Brucknerkonservatorium Linz, Musikhochschule Wien
Gesang: Brucknerkonservatorium Linz, Musikhochschule Wien
Meisterkurse: Walter Berry, Hans Hotter, Brigitte Fassbaender, Gundula Janowitz
Wichtige Engagements
Fest: Erfurt , Innsbruck, Hannover, Deutsche Oper Berlin.
Gast: Bayreuth, Wiener Staatsoper, Staatsoper Hamburg, Nationaltheater Tokyo, Zürich, Semperoper Dresden
Wichtige Arbeiten an der Volksoper
Kehraus um St. Stephan (Kundrather), Sarastro, Timur, Boris Godunov, Daland
Prägende Zusammenarbeit mit diesen Künstler:innen
Barrie Kosky, Myung- Whun Chung, Sir Donald Runnicles, Franz Welser -Möst, Brigitte Fassbaender, Walter Moore, Detlev Glanert
Sonstiges
Professor für Gesang an der Universität der Künste Berlin seit 2015
Website
https://www.albert-pesendorfer.com
* Verwendung der Fotografie (© Johanna Pesendorfer) nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien