Ursula Pfitzner

Die gebürtige Wienerin absolvierte an der Ballettschule der Wiener Staatsoper eine Ballett- und Schauspielausbildung und sammelte durch zahlreiche Auftritte an der Wiener Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und auch bei ORF-Produktionen reichlich
Bühnenerfahrung.
Nach Abschluss ihrer Ausbildung war Ursula Pfitzner einige Jahre lang als Regieassistentin im In- un Ausland tätig und konnte u. a. mit Regisseuren wie Patrice Chéreau, Jürgen Flimm und Adolf Dresen arbeiten.
1997 begann sie ihr Gesangsstudium am Konservatorium der Stadt Wien bei Prof. Helga Wagner, welches die Sopranistin im Juni 2003 mit Auszeichnung abschloss. Noch während ihres Studiums führten sie Engagements, u. a. mit einer Operettentournee, nach Japan.

In Österreich debütierte Ursula Pfitzner als Dorabella in Così fan tutte am Stadttheater Baden. Bald darauf folgten die Rollen der Gräfin Almaviva in Die Hochzeit des Figaro, Frau Fluth in Die lustigen Weiber von Windsor und Marie in Die verkaufte Braut.
Im Sommer 2003 war die Künstlerin Stella in Les contes d'Hoffmann in Salzburg unter der Leitung von Kent Nagano; die Produktion ist auch auf DVD erschienen. Im Jahr darauf war sie als Gräfin Mariza in der gleichnamigen Operette von Emmerich Kálmán bei den Seefestspielen Mörbisch zu erleben.
Es folgten Engagements an das Opernhaus Zürich als Angèle Aubier (Der Opernball), an das Stadttheater Bern, wo sie in der Regie von Heinz Marecek die Rolle der Gräfin Zedlau (Wiener Blut) sang und zwei Jahre später unter der Regie von Guy Joosten die Hanna Glawari in Die lustige Witwe.
Danach war sie ständiger Gast in der Musikalischen Komödie Leipzig, wo sie unter anderem die Gräfin Mariza, die Wiener Blut-Gräfin und auch die Eurydike in Orpheus in der Unterwelt sang.
Ans Stadttheater Baden kehrte sie als Gräfin Mariza und Fedora Palinska in Die Zirkusprinzessin zurück.
Im Sommer 2005 gab es ein Wiedersehen bei den Seefestspielen Mörbisch unter der Regie von Helmuth Lohner als Hanna Glawari und zwei Jahre später als Gräfin Zedlau in Wiener Blut in der Regie des Oscarpreisträgers Maximilian Schell. Beide Werke wurden unter der Leitung von Rudolf Bibl auf CD aufgenommen.

An der Volksoper Wien debütierte Ursula Pfitzner im Jänner 2003 noch während ihres Studiums als Gräfin Mariza.
Seit der Saison 2006/07 ist die Künstlerin fixes Ensemblemitglied der Volksoper und spielte seither
u. a. Hanna Glawari in Die lustige Witwe, die Gräfin Mariza, Sylva Varescu in Die Csárdásfürstin, sowohl die Angèle als auch die Marguérite in Der Opernball in verschiedenen Inszenierungen, Rosalinde in Die Fledermaus, Lisa in Das Land des Lächelns, Fedora in Die Zirkusprinzessin,
Angelika Didier in Der Graf von Luxemburg, Madame Pompadour, Baronin von Gondermark in Pariser Leben, Josepha Vogelhuber im Weißen Rössl, Brünnhilde in Die lustigen Nibelungen und Juanita Sanchez in Der Kuhhandel, der auch auf DVD aufgenommen wurde.
Im Opernrepertoire war sie bisher u. a. als Marie in Die verkaufte Braut, Micaëla in Carmen, Musette in La Bohème, Giulietta in Hoffmanns Erzählungen, Martha in Der
Evangelimann
, Fremde Fürstin in Rusalka, Gertrud in Hänsel und Gretel, Sieglinde, Helmwige und Gutrune in Wagners RING an einem Abend, Helena in A Midsummer Night's Dream,
Mrs. Cecilia Umney in Marius Felix Langes Oper Das Gespenst von Canterville und die Marta Marnis in Manfred Trojans Limonen aus Sizilien.
Im Musicalbereich singt sie die Lilli Vanessi/Kate in Kiss me, Kate, und die Elsa Schrader in The Sound of Music.

Im April 2019 war sie als Duchess in Powder Her Face von Thomas Adès im Kasino am Schwarzenbergplatz zu erleben.
Für ihre Darstellung der Duchess wurde sie mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis in der Kategorie "Beste Weibliche Hauptrolle" ausgezeichnet.

In der laufenden Spielzeit ist Ursula Pfitzner als Lilli Vanessi in der Wiederaufnahme von Kiss me, Kate zu sehen. In der Premierenproduktion von Stephen Sondheims Musical Into the Woods spielt sie Hans' Mutter.
Sie schlüpft wieder in die Rolle der Haushälterin Mrs. Cecilia Umney in Marius Felix Langes Oper Das Gespenst von Canterville, ist Rosalinde, Gräfin Mariza und Sylva Varescu.
Darüber hinaus gestaltet sie wieder gemeinsam mit Martina Dorak Abende der Reihe Heute im Foyer.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien

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