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Lady in the Dark

Musical von Kurt Weill

In deutscher Sprache

Ein Burnout lässt die erfolgreiche Geschäftsfrau Liza Elliott Hilfe in der Psychoanalyse suchen. Zwischen Kammerspiel und Musical-Opulenz entstand 1941 ein Werk, in dessen Mittelpunkt eine Frau steht, die an den einschränkenden Urteilen ihrer Umwelt verzweifelt. Kurt Weills musikalisch wie dramaturgisch außergewöhnliches Stück Lady in the Dark vereint in sich zwei Gegenpole: die Welt der größtmöglichen Innerlichkeit, die Psychoanalyse, und jene maximaler Oberflächlichkeit, die Modeindustrie. 

Kurt Weills Schaffen wird retrospektiv in zwei zentrale, stilbildende Perioden eingeteilt: der „europäische Weill“, der als Komponist von Bertolt Brechts Dreigroschenoper Theatergeschichte schrieb, und der „amerikanische Weill“, der nach seiner Emigration sein Schaffen am Broadway im Genre Musical weiterentwickelte. 1941 uraufgeführt lässt das Werk aus kammerspielartigen Schauspielszenen opulente Musical-Sequenzen entstehen und bietet mit Liza Elliott eine Paraderolle für eine „Leading Lady“, die sowohl für gesellschaftliche als auch persönliche Emanzipation steht.

LADY IN THE DARK
Musical Play in zwei Akten
Musik und Gesangstexte von Kurt Weill und Ira Gershwin
Buch von Moss Hart
Deutsche Fassung von Roman Hinze

New York. Liza Elliott, die Herausgeberin des Modemagazins Allure, hat einen Termin bei Doktor Brooks, einem Psychoanalytiker und Therapeuten. Die wohlorganisierte Welt der erfolgreichen Karrierefrau ist ins Wanken geraten: Seit einiger Zeit verfolgen sie eine unbestimmte Angst, Stress und Panik. Der Auslöser für Liza Elliott, sich Hilfe zu suchen, war ein Eklat zwischen ihr und Charley Johnson, einem ihrer Mitarbeiter, der in einem Nervenzusammenbruch Lizas gipfelte. Doktor Brooks ermutigt sie, unmittelbar mit ihrer ersten Therapiesitzung zu beginnen. Spontan kommt Liza dabei ein Lied aus ihrer Kindheit in den Sinn, das sie seit einiger Zeit verfolgt – zuletzt im Traum. Die Schilderung dieses Traums, in welchem Liza verschiedene Personen ihres täglichen Lebens begegnet sind, nimmt plötzlich Gestalt an …

DER GLAMOUR TRAUM (alias „Der blaue Traum“)
Alle Welt verzehrt sich nach Liza Elliott: Auf sie werden Hymnen gesungen und Gedichte geschrieben. Nur Superlative können ihr gerecht werden, sie wird als „Schönste der Stunde“ gefeiert, außerdem scheint eine spezielle Farbe Ausdruck ihres Erfolgs zu sein: alles blau! Ein Diplomat aus Washington erscheint, um ein Portrait von Liza als neues Briefmarkenmotiv zu fotografieren. Der anbetungsvolle Taumel setzt sich fort, doch als das Foto enthüllt wird, erweist es sich als fratzenhafte Darstellung, die Liza zutiefst erschreckt. Ein Albtraum.

In der Redaktion trifft Liza Elliott wieder auf die Figuren ihres „echten Lebens“: Gerade hat ihre Assistentin Elinor Foster den Verleger von Allure, Kendall Nesbitt, am Telefon vertröstet. Mit ihm pflegt Liza nicht nur eine professionelle Beziehung, sondern auch ein privates Arrangement, denn ihr langjähriger Partner und attraktiver Geliebter ist verheiratet. Da erscheint die geballte Kreativ-Crew der Zeitschrift: Redakteurin Maggie Grant hält der Chefin den Rücken frei, während Kolumnistin Alison du Bois den neuesten Trends auf der Spur ist. Lizas Verhältnis zu Werbechef Charley Johnson ist seit dem Eklat in der Redaktionssitzung jedoch angespannt. Als der Schauspieler Randy Curtis zu einem Fototermin in die Redaktion kommt, fliegen die Fetzen: Charley Johnson reizt mit seiner zur Schau getragenen mangelnden Bewunderung für den Hollywood-Beau und mit seinem permanenten Zynismus den blatteigenen Fotografen Russell Paxton, der von der Schönheit und glamourösen Aura des Kinostars überwältigt ist. Ein Besuch von Kendall Nesbitt gibt der Chefin Anlass dazu, die Streithähne aus ihrem Büro zu werfen. Ihr Lebensgefährte hat gewichtige Neuigkeiten: Er eröffnet Liza, dass seine Frau in eine Scheidung einwilligt und ihrer Liebe nun offiziell nichts mehr im Wege stehe. Plötzlich erfüllt Liza wieder ein Gefühl von Panik …

DER HOCHZEITSTRAUM
Bei einer Art schwatzhaftem Highschool-Klassentreffen zerreißen sich ehemalige Klassen­kameraden von Liza Elliott das Maul über ihre bevorstehende Hochzeit mit Kendall Nesbitt. Da funkt Randy Curtis mit einer unwiderstehlichen Ballade dazwischen: Er überredet Liza zu einem Tanz und eröffnet ihr, dass sie in ihm nie zuvor empfundene Gefühle geweckt habe. Plötzlich ist Liza zwischen zwei Männern hin- und hergerissen, was sie an eine Märchenparabel aus ihrer Kindheit erinnert. Wieder sind aller Augen auf die „Braut, die sich nicht traut“, gerichtet und Liza findet sich vor dem Traualtar wieder. Doch die Zeremonie schraubt sich zu einer höhnischen Klangkulisse empor.  

Am darauffolgenden Tag setzt Doktor Brooks in einer weiteren Therapiesitzung das von Liza Elliott in ihren Traumerzählungen geschilderte Selbstbild mit den aktuellen Vorfällen ihres Lebens in Beziehung. Erschrocken und irritiert verlässt sie daraufhin die Praxis. Zurück in der Redaktion versucht Liza weiter, ihr berufliches wie privates Leben in den Griff zu bekommen, doch ihre Beziehung zu Kendall Nesbitt erkaltet zusehends. Auch die Tatsache, dass ihr Randy Curtis nun real Avancen macht, verwirrt sie. Da eröffnet ihr Charley Johnson auch noch, dass er kündigen wolle, um selbst Herausgeber einer anderen Zeitschrift zu werden. Als Liza sich schließlich für eine von zwei möglichen Varianten der Cover-Gestaltung für die Oster-Ausgabe der Allureentscheiden soll, verfolgen sie auf einmal innere Stimmen … und sie findet sich in einem karnevalesken Tagtraum wieder.

DER ZIRKUSTRAUM
In einer Manege voll von Gauklern, Clowns und Artisten kündigt Russell Paxton in Gestalt eines Zirkusdirektors „Die größte Show der Welt“ an: ein großes Gerichtsverfahren gegen Liza Elliott, die Frau, die sich nicht entscheiden kann! Charley Johnson wird als Staatsanwalt, Randy Curtis als Verteidiger und Kendall Nesbitt als Kronzeuge in den Ring gerufen. In ihrem spektakulären Verteidigungsplädoyer erzählt Liza die Geschichte von Jenny, einer Frau, die sich stets klar entschied – doch immer für das Falsche. Die Meute lässt auch in Lizas drittem Horrortraum nicht locker: „Sag, was du willst!“ 

In den fortschreitenden Gesprächen ruft Doktor Brooks seiner Patientin verschiedene Schlüsselmomente ihrer Kindheit und Jugend in Erinnerung. Dabei kommt Liza Elliott auch jenem Kinderlied auf die Spur, an welches sie sich bereits am Anfang der Therapie erinnert hat und das schließlich der Schlüssel zu ihrem persönlichen Glück sein wird … 

Besetzung

Choreographie
Florian Hurler
Bühnenbild
Hans Kudlich
Liza Elliott
Julia Koci
Dr. Alexander Brooks
Proschat Madani
Charley Johnson / Diplomat / Juwelier / Priester
Christian Graf
Russell Paxton / Beekman / Zirkusdirektor
Jakob Semotan
Randy Curtis
Ben Connor
Kendall Nesbitt / Pierre
Axel Herrig
Elinor Foster / Sutton
Marie-Christiane Nishimwe
Maggie Grant
Ursula Pfitzner
Alison du Bois
Martina Dorak
Miss Bowers / Miss Sullivan
Renée Schüttengruber
Ensemble
Kevin Perry
Ensemble
Maria Gschwandtner

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