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Buch und Gesangstexte von Steven Sater
Musik von Duncan Sheik

Nach dem Schauspiel Frühlings Erwachen von Frank Wedekind
Deutsch von Nina Schneider

Spring Awakening ist ein mitreißendes Rock-Musical über die Herausforderungen des Erwachsenwerdens, über scheiternde Kommunikation zwischen den Generationen und die Zerwürfnisse und Umbrüche, die mit erwachender Sexualität stets einhergehen – unabhängig von der jeweiligen Epoche. Als Gewinner von acht Tony Awards, darunter der Preis für das beste Musical, und mit einem Grammy ausgezeichnet, hat es die Sichtweise darauf revolutioniert, wie über Broadway-Stücke gedacht wird und welche Themen Musicals behandeln können. 

Deutschland, 1891: Eine Gruppe Jugendlicher stößt an die Grenzen einer streng reglementierten Erwachsenenwelt. Wendla beginnt, ihren Körper zu entdecken, doch ihre Mutter verweigert ihr Aufklärung. Melchior verteidigt seinen Freund Moritz, der mit Schule und Pubertät überfordert ist. Als Wendla und Melchior sich näherkommen, ahnen sie nicht, welche Folgen ihr Begehren hat...

Basierend auf Frank Wedekinds Theaterstück Frühlings Erwachen von 1891 behandelt das Rock-Musical die gesellschaftliche Moral und beleuchtet zugleich Sexualität und Unterdrückung. Sieben Jahre arbeiteten Steven Sater und Duncan Sheik an ihrer Adaption. Gemeinsam mit Jugendlichen entwickelten sie ein Werk, das seine Themen mit einem vielfältigen, jungen Blick beleuchtet. Denn auch wenn wir uns heute aufgeklärter denken, kämpfen Heranwachsende noch immer mit unzähligen Sorgen, Ängsten und Nöten der Pubertät. Die mitreißenden Songs tauchen tief in die Gedanken und Gefühle der Figuren ein.

Wir weisen – insbesondere Familien und Schulklassen – darauf hin, dass es in Spring Awakening zur Darstellung von Gewalt, sexueller Gewalt und Suizid kommt. 
Wir empfehlen den Besuch der Vorstellung erst ab 13 Jahren. 
Es gibt eine Reihe Hilfseinrichtungen und Anlaufstellen für Menschen in akuten KrisensituationenDie österreichweite Telefonseelsorge ist etwa unter 142 gratis zu erreichen. Hilfe für Jugendliche und junge Erwachsene bietet auch Rat auf Draht unter der Nummer 147.


Ouvertüre mit Lotte

Bei der Vorstellung am 26. Februar 2026 gibt es um 18:15 Uhr eine kostenlose Werkeinführung für die Besucher:innen der Vorstellung durch Lotte de Beer. 

Im späten 19. Jahrhundert setzen Schule, Kirche und Elternhaus für Kinder und Jugendliche strenge Regeln, die notfalls mit Gewalt durchgesetzt werden. Neugier oder gar Selbstverwirklichung sind nicht vorgesehen.

Die 14-jährige Wendla stellt ihrer Mutter dennoch vorsichtig Fragen zum Erwachsenwerden, doch sie wird bewusst klein und unwissend gehalten. 

Ihr Kindheitsfreund Moritz steht unter massivem schulischem Druck, leidet unter Versagensängsten, und unter seinen ersten sexuellen Phantasien, die er überhaupt nicht einordnen kann. 
Sein bester Freund Melchior wiederum, aus liebevollem Elternhaus und Klassenbester, kennt sich vermeintlich gut aus. Er schreibt all sein Wissen für Moritz auf und steckt ihm diesen Aufsatz heimlich zu.

Um die drei entsteht ein Spannungsfeld aus Neugier, Druck und Unsicherheit: Während ihr Klassenkamerad Hänschen beispielsweise alles bekommt, was er wie selbstverständlich einfordert, flieht ihre Freundin Ilse aus ihrem gewalttätigen Elternhaus, wo sie aber ihre Schwester Martha zurücklassen muss. 

Moritz vereinsamt im harten Disziplinapparat. Als er durch die Prüfungen fällt und die Lage zu Hause eskaliert, sieht er keinen Ausweg und nimmt sich das Leben.

Zwischen Wendla und Melchior entsteht eine intensive Nähe. Es kommt zu ersten sexuellen Begegnungen und Wendla wird schwanger. Ihre Mutter zwingt sie zu einem Schwangerschaftsabbruch. Dieser wird so stümperhaft durchgeführt, dass Wendla daran stirbt. 

Von Wendlas tragischem Ende weiß Melchior zunächst noch nichts. Denn sein für Moritz bestimmter Aufsatz wird gefunden und zum Anlass genommen, ihm die Schuld für Moritz’ Tod zu geben. Und nicht nur das: Seine Eltern finden heraus, dass er mit Wendla geschlafen hat, und schicken ihn fort, in eine Korrektionsanstalt.

Es gelingt ihm, zu fliehen. Doch als er von Wendlas Tod erfährt, ringt auch er mit Schuld, Trauer und der Frage, ob er weiterleben kann …

Besetzung

Musikalische Leitung
Christian Frank
Choreographie
Klevis Elmazaj
Bühnenbild
Agnes Hasun
Sounddesign
Martin Lukesch
Stunt coordinator
Ran Arthur Braun
Intimacy Coordinator
Bernadette Maria Leitner
Dramaturgie
Lisa Kerlin
Musikalische Leitung
Christian Frank
Hänschen / Dieter
Lorenz Pojer
Ernst / Rupert
Johannes Brand
Georg / Albrecht
Ehab Eissa
Otto / Reinhold
Felix Santangelo
Erwachsene Frau
Martina Dorak
Erwachsener Mann
Peter Lesiak
Stunts
Show Talent Network
Stunts
Ethan Scotton
Stunts
Antoni Niechciał
Stunts
Ylenia Monno
Stunts
Michal Michalski
Drums
Mario Stübler
Gitarre 1
Andreas Tausch

„Spring Awakening“ ist ein Musical mit Rock-Musik. Worum geht es? Um die Herausforderungen, wenn man erwachsen wird. Um die Herausforderungen für Eltern und Kinder, dass sie miteinander reden. Um die Herausforderungen mit der Sexualität, die wichtiger wird.

Das Musical hat 8 Tony Awards gewonnen. Zum Beispiel: den Preis für das beste Musical. Die Tony Awards sind Preise, die in den USA vergeben werden. Für Theaterstücke und Musicals. Das Musical hat auch 1 Grammy gewonnen. Die Grammys sind Musik-Preise, die in den USA vergeben werden.

Die Grundlage für „Spring Awakening“ ist ein Theater-Stück von Frank Wedekind: „Frühlings Erwachen“ aus dem Jahr 1891. In dem Theater-Stück geht es auch um die Themen Sexualität und Unterdrückung. 

Das Musical ist von Steven Sater und Duncan Sheik. Sie haben 7 Jahre daran gearbeitet. Sie haben mit Jugendlichen zusammengearbeitet. Jugendliche haben auch heute in der Pubertät viele Sorgen und Ängste. Deshalb ist der Blick von Jugendlichen auf die Themen in dem Musical interessant.

In den Liedern von dem Musical geht es um die Gedanken und Gefühle von den Figuren.

Wichtiger Hinweis: Vor allem für Familien und Schul-Klassen. In dem Musical sieht man: Selbst-Tötung, Gewalt und sexuelle Gewalt. Wir empfehlen deshalb das Musical für alle, die 13 Jahre alt oder älter sind.

Handlung:

Das Musical spielt in Deutschland im Jahr 1891. Es geht um eine Gruppe von Jugendlichen.

In der Zeit damals hat es strenge Regeln gegeben für Kinder und Jugendliche. Von der Schule, von der Kirche und von den Eltern. Wenn sich Kinder und Jugendliche nicht an die Regeln gehalten haben, wurden sie zum Beispiel geschlagen. Es war kein Platz für Neugier.

Wendla ist 14 Jahre alt. Sie stellt ihrer Mutter Fragen zum Erwachsen-Werden. Ihre Mutter will ihr aber nichts über Sexualität erzählen. Sie soll unwissend bleiben.

Moritz ist ein Freund von Wendla. Er hat Probleme in der Schule. Er hat Angst, dass er die Schule nicht schafft. Er hat auch erste sexuelle Fantasien und kennt sich damit gar nicht aus.

Melchior ist der beste Freund von Moritz. Er hat sehr liebevolle  Eltern. Er ist der Beste in der Klasse. Er schreibt alles für Moritz auf und steckt Moritz diesen Aufsatz heimlich zu.

Hänschen geht auch in eine Klasse mit Wendla, Moritz und Melchior. Er bekommt alles, was er will.

Ilse ist auch in derselben Klasse. Sie läuft von zu Hause weg, weil ihre Eltern sie schlagen. Sie muss aber ihre Schwester Martha dort lassen.

Moritz ist sehr einsam. Er fällt bei einer Prüfung durch. Seine Eltern haben kein Verständnis. Moritz weiß nicht mehr, was er tun soll. Er nimmt sich das Leben.

Wendla und Melchior sind sehr verliebt. Sie schlafen miteinander. Wendla wird schwanger. Ihre Mutter zwingt Wendla, dass sie die Schwangerschaft abbricht. Der Abbruch der Schwangerschaft wird nicht gut durchgeführt. Wendla stirbt.

Melchior weiß noch nicht, dass Wendla gestorben ist. Jemand findet den Aufsatz, den er für Moritz geschrieben hat. Melchior bekommt deshalb die Schuld dafür, dass Moritz sich das Leben genommen hat. Die Eltern von Melchior finden heraus, dass er mit Wendla geschlafen hat. Die Eltern schicken Melchior fort.

Melchior flieht. Er erfährt, dass Wendla tot ist. Er fühlt sich schuldig. Er ist traurig. Er fragt sich: Kann ich so weiterleben?

Bilder und Videos

Für alle Personen, die einen Screenreader nutzen, folgt an dieser Stelle eine allgemeine Beschreibung der visuellen Aspekte der Aufführung (Bühnenbild, Kostüme…) anstelle der Fotogalerie.

Die Bühne ist an das Erscheinungsbild historischer Spielplätze angelehnt: Bühnenhohe Stangen und Gerüste, die auf der Drehbühne aufgebaut sind, erinnern an historische Klettergerüste und können von den Darstellerinnen und Darstellern auch für Kletter- und Turnbewegungen genutzt werden. Durch die Drehung der Drehbühne kommen unterschiedliche Spielorte - Schule, Kirche, Wald usw... - in den Fokus, wobei jedoch stets die Klettergerüste, einige Wände und Podeste die Szenerie bilden und die Orte nicht naturalistisch nachgebildet werden. Das Gerüst wird auch durch LED-Leuchten erhellt, die sich an den an den Kanten und Stangen befinden. In der Mitte der Drehbühne befindet sich die Band. Diese sitzt inmitten eines paradiesisch anmutenden Gartens, der durch Pflanzen und Blumen dargestellt wird, die um die Band in der Bühnenmitte platziert sind. Die Kostüme der Band sind farbenfroh, die Kostüme der Darstellerinnen und Darsteller jedoch orientieren sich an historischen Kostümen jener Zeit, in der Spring Awakening spielt: Deutschland am Ende des 19. bzw. beginnenden 20. Jahrhunderts. Dh. die Kostüme sind farblich dezent, erinnern an Schuluniformen, die von den Figuren jedoch individualisiert werden.

Pressestimmen

Zum Schluss jubelten alle im Stehen, es könnte der Start einer nächsten Kult-Inszenierung gewesen sein.
Die Presse 23. Februar 2026
Spring Awakening führt in die drastischste Zeit des Lebens. Und zeigt, dass Musical nicht nur leichte Kost sein muss, um zu begeistern. (…) Jugendliche Energie, Leid und Liebe - man verlässt die Volksoper in der Hoffnung, dass wir das alles irgendwann besser machen.
Kurier 23. Februar 2026
Das Haus am Gürtel zeigt Wedekinds Kindertragödie ‚Frühlings Erwachen‘ als herzerwärmendes Musical. Geht das gut? Oh ja! (…) Jubel am Gürtel.
Der Standard 23. Februar 2006
Die jungen Darsteller spielen, turnen, kämpfen, singen sich die Seele aus dem Leib und beeindrucken vor allem in den Spielszenen, die ihnen Möglichkeit zur Rollenentfaltung bieten.
Kronen Zeitung 23. Februar 2026
(...) grandiose junge Stimmen (...)
Kurier 23. Februar 2026
Der Abend lebt von der starken spielerischen Leistung des jungen Gesangsensembles und der mitreißenden Musik. (…) Einzelne Performer hervorzuheben wäre unfair, der Erfolg ist hier im Besonderen eine Teamleistung.
Die Presse 23. Februar 2026
Frédéric Buhrs Regie zeigt die Dramatik des Geschehens auf, ohne mit der Bildersprache zu sehr zu schockieren. Seine Ambition ist dennoch unmissverständlich. (...) mit heftigem Applaus quittiert, weswegen man wohl bald Zusatzvorstellungen ansetzen könnte.
Die Furche 26. Februar 2026